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Extrasens-Artikel

Beginne, suche, bleibe bei dir
Vom Umgang mit dem Ego
Von Heinrich Michael Fassbender

Der nachfolgende Artikel enthält Gedanken über den kritischen Umgang mit dem Ego, die aus der eigenen Zwiesprache mit mir selbst herrühren. Da ich einerseits mit mir selbst per DU bin, andererseits auch jeden Leser direkt ansprechen will, habe ich die persönliche DU-Form gewählt!

Wer kennt sie nicht, diese Situation: Du beschäftigst dich mit einem Menschen, der sich dir anvertraut hat. Du weißt nun gut um sein Problem und willst durch deine Arbeit mit der Biomeditation eine Lösung erreichen, gar erzwingen. Du trittst im Moment auf der Stelle, weil du keine Bewegung, keinen Fortschritt, erst recht keine Besserung erkennen kannst und denkst: Herr Gott, jetzt tu du doch endlich was!

Moment mal! Hast du nicht eben noch, am Anfang die Meditations-Sitzung deines Schutzbefohlenen mit den Worten eingeleitet: “ Herr, DEIN Wille geschehe!“? Also, wo ist das Problem? Ich will es dir sagen: Dein Streben, dich als Biosens mit in die „Ruhmeshalle“ derer einzureihen, die von Erfolgen ihrer Arbeit berichten können, dein Wunsch, dich mit den anderen Schülern unserer Lehre zu messen, sie vor allem zu übertreffen, hat dich unter diesen Erfolgsdruck gesetzt.

Du bist du. Du kannst nicht die Kopie eines Anderen sein. Warum setzt du dir Maßstäbe? Was hat es für einen Sinn, wenn du mit Anderen wetteifern willst? Du hast einen Menschen in deiner Obhut, der sich dir Bioenergetiker Extrasens anvertraut hat. Dieser Mensch ist von Gott zu dir gesandt worden, weil du einmal erklärt hast, dass du bereit bist, dessen Kanal, dessen Werkzeug zu sein. Also bleibe bei dir!

Du hast eine einmalige Aufgabe bekommen. Du sollst die göttliche Energie kanalisieren. Du sollst dich einfach nur zur Verfügung stellen und geschehen lassen. Jedes Mitglied unserer Biosens-Familie tut das und nichts anderes. Indem wir uns unter Gottes Führung als sein Werkzeug zur Verfügung stellen, wirken wir. Hast du jemals einen Hammer erlebt, der dich ungeduldig fragt, wann du endlich den Nagel im Balken hast?

Wichtig ist, dass du den Menschen, die sich in deine Obhut begeben, vor allem den Eindruck vermittelst, dass du mit dir selbst im Ausgleich bist, dass du das Ur-Gottvertrauen hast. Genau dieses Gottvertrauen sollst du auf den Menschen übertragen, ihn dahin zurückführen. Das ist deine Aufgabe als Biosens, mehr nicht! Wenn der Mensch dir so sehr vertraut, dass er sich auf dein Gottvertrauen einlassen kann, gelingt es dir auch, seinen eigenen Draht zur göttlichen Energie wieder zum Glühen zu bringen. Dann wird er dein Gottvertrauen zu seinem eigenen machen und du hast gut gewirkt.

Wenn du dem Anderen zeigst, dass du dich immer wieder auf dich selbst besinnst, und dich unter die göttliche Führung stellst, gehst du ihm mit gutem Beispiel voran. Du stellst seine Verbindung zu Gott und sein Gottvertrauen wieder her und bringst ihn dazu, sich mit seinem eigenen Anteil an seiner momentanen Situation zu befassen. Er wird eventuell nach eigenen, krankmachenden Verhaltensmustern suchen, hoffentlich die eigenen Fehler selbst erkennen und idealer Weise sich darauf besinnen, diese Fehler zu vermeiden. Er wird seine eigene Einstellung nach außen prüfen und den Umgang mit externen Einflüssen besser verstehen lernen. Damit entzieht er selber der Krankheit die Nahrung. Die Krankheit wird an Kraft verlieren und sich nicht mehr halten können. Stimmst du mir zu, dass du damit die Basis für die Selbstheilung legst, indem du den Menschen zu sich selbst führst?

Du bist der Funke, der im Feuerzeug das Gas entzündet und die Flamme zum Brennen bringt. Die Zahl der „Zündversuche“ spielt dabei überhaupt keine Rolle! Danach kannst du der (göttlichen) Flamme das Feld überlassen und dich bereithalten, jederzeit die durch einen Windhauch erloschene Flamme wieder neu zu entzünden. Du vermittelst durch deine eigene Überzeugung das Gottvertrauen, damit das „Gas“, die kosmische Energie, für die Nahrung der Flamme fließen kann. Auch Erwachsene unterrichten die Kinder durch das eigene Beispiel. Wer selber ständig flucht, braucht nicht zu fragen, woher die Kinder diese Schimpfwörter kennen!

Wenn du beginnst, deine Arbeit schlecht, schwach oder im Vergleich mit den anderen Bioenergetikern weniger „spektakulär“ zu sehen, hast du genau so den Schritt in die falsche Richtung getan, als wenn du besonders stolz auf deine Erlebnisse bei Meditationen bist. Es gibt keine Skala, an der Biosens gemessen werden. Es ist schlicht die total falsche Richtung, wenn Biosens ihre Leistungsfähigkeit durch Austausch und Vergleich von Bildern und Wahrnehmungen miteinander bewerten.

Wichtig ist, dass du dich selbst, beispielsweise zum Ausklang des Tages in einer Besinnung bei der CD „Melodie der Sterne“, auf den Tag einstellst und deinen Tagesablauf bewertest. Dabei geht es nicht immer nur um die „Qualität“ deiner Arbeit mit Bioenergie, sondern auch um den Umgang mit den großen und kleinen Prüfungen des täglichen Lebens. Und davon gibt es eine ganze Menge.

Du hast es gerade heute besonders eilig und ausgerechnet jetzt ist an der Kasse diese Riesenschlange. Und dann lässt auch noch jemand weiter vorne einen Dritten vor! Beide trifft dein Zorn, wenn auch nur in Gedanken. Dabei trifft keinen von beiden die Schuld an der Tatsache, das du es heute so eilig hast. Die beiden wissen das bestimmt noch nicht einmal. Aber du wärest ja auch schon längst weg, wenn du früher losgegangen wärest oder beim Einkauf nicht so getrödelt hättest. Wer ist also verantwortlich? Es ist schon was dran an der Aussage, dass der meiste Stress „hausgebacken“ ist!

Oder ein anderes Beispiel: Du stehst im Stau. Dein dringender Termin droht zu platzen. Dann erkennst du, dass die Ursache für den Stau ein Pannenfahrzeug ist, das an einer so ungünstigen Stelle steht, dass es von einem Polizeifahrzeug mit Blaulicht abgesichert werden muss. Das führt für gewöhnlich zu den dicksten Staus. Zu allem Überfluss erfährst du dann noch im Verkehrsfunk, dass Benzinmangel dazu geführt hat, dass das Fahrzeug abgestellt werden musste. Der Fahrer hatte nicht auf die Tankuhr geachtet und ist deshalb mitten auf der Autobahn zum Stillstand gekommen. So ein Idiot! Idealerweise wird dann in diesem Moment die Tankwarnleuchte deines Fahrzeuges anfangen zu blinken! Denkst du, der arme Kerl hätte Freude daran, jetzt als Hauptdarsteller an der Spitze eines Staus zu stehen? Vergib ihm, trotz deines geplatzten Termins. Sei dankbar, dass der Stau nicht durch einen Unfall verursacht wurde, der Ungemach und Not, vielleicht sogar Verletzungen oder Tod hervorgebracht hätte. Und dann besinne dich auf deine Tankuhr, freue dich vor allem, dass der Rest in deinem Tank noch bis zur Tankstelle reicht. Nimm deinen Leichtsinn an, selber nicht auf den Tank geachtet zu haben und lerne daraus. Erkennst du wieder das goldene Dreieck Vergebung – Dankbarkeit – Selbstannahme ?

Eventuell ist das ja ein Denkansatz für deine abendliche Meditation: Lass den Tag vorbeifließen und befasse dich mit den Alltagssituationen wie den oben beschriebenen oder ähnlichen. Und wenn du dann bei all diesen Episoden und Bildern absolut gar nichts finden kannst, was du vergeben oder vergeben bekommen solltest, dann sei dankbar dafür. Nimm dich für dich selbst an und gestehe dir ein, dass du einen sehr guten Tag hattest und bitte alle um Vergebung und vergib allen, denen du durch deine Perfektion auf die Nerven gefallen bist!

An den oben gewählten Beispielen erkennst du aber auch, dass du leicht Blockaden bei den Anderen, etwa bei den beiden Menschen, mit denen du im Geschäft gewesen bist, oder bei dem armen Autofahrer, durch deine Gedanken hervorgerufen kannst. Daher achte auf deine Gedanken! Stell dir einmal vor, du seiest hellsichtig und könntest eine Seele durch viele Inkarnationen zuordnen. Nun ereignet sich in einem Ort in der Nähe ein schrecklicher Kindermord. Dem Opfer wird durch Gewalt das Gesicht zertrümmert, um es unkenntlich zu machen. Man ermittelt einen Verdächtigen, der aber mangels Beweisen frei gesprochen wird. Du kannst sehen, das dieser Mensch jene schwere Schuld auf sich geladen hat. Doch obwohl man deine Fähigkeiten kennt und dir Glauben schenkt, ist eine Überführung des Täters juristisch nicht möglich. Der Mensch kommt frei. Du beklagst das Unrecht und wünschst ihm schreckliche Strafen an den Hals. Irgendwann viel später liest du in einer Todesanzeige, dass der Mensch verstorben ist. Bald darauf triffst du eine Mutter, die ein neugeborenes, fürchterlich entstelltes Kind auf dem Arm trägt und du erkennst die Seele des Mörders wieder! Das wäre doch sicher eine gewaltige Bürde für deine Seele. Dieses unschuldige Kind hat eine Strafe aus dem Vorleben. Du wirst mit der Vorstellung leben müssen, dass dein Gedanke die Seele als Verwünschung begleitet und die Strafe ausgelöst hat! Darum: Achte bitte immer auf deine Gedanken!

 

Durch die Kraft deiner Gedanken wirst du selbst zum Schöpfer. Denke an den alten Volksmund: „Jeder ist seines Glückes Schmied!“ Dadurch bist du aber auch gleich ein willkommenes Opfer für die Verlockungen deines Egos, welches garantiert nicht von der göttlichen Schöpferkraft hervorgerufen wird. Führe dir als Hilfsformel für die Gedankenwelt immer vor Augen: die göttliche Kraft ist tatkräftig und führt die Hilfe leise aus, die Kraft, die dein Ego füttert, redet nur laut von Hilfe und gaukelt dir verlockende Trugbilder deiner eigenen Allmacht, deines Erfolges und des daraus resultierenden Reichtums vor. Dein Ego stachelt dich an, für deinen Klienten Heilvorhersagen zu erstellen und Hoffnungen zu wecken. Es fordert dich auf, Vergleiche mit den anderen Schülern Viktors anzustreben und ihnen ihre Erfolge und Erfahrungen zu neiden. Es stachelt dich an, für dich durch gewagte Prognosen und Aussagen Reklame zu machen, um viele Menschen anzulocken, dich aber dadurch auch selber unter Druck zu setzen. Durch das Ego wirst du aufgehetzt, den Anderen in deinem Umfeld ihren Erfolg zu missgönnen, weil du ja selber meinst, solchen oder ähnlichen Erfolg eher verdient zu haben. Also bringt dein Ego dich dazu, aus dieser Missgunst heraus den Erfolg des anderen in ein schlechtes Licht zu rücken. Du redest dir ein, dass dies nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Du bist so von der Ungerechtigkeit überzeugt, dass du über die Gründe für diese Erfolge Spekulationen anstellst, und dir absolut sicher bist, im Recht zu sein.

Dann ist es nicht mehr weit, bis du über diese Gründe, die dein Ego dir immer und immer wieder als Wahrheit vor Augen führt, laut „nachdenkst“. Du unterstellst dem Anderen, dass er den Erfolg nicht um der Hilfe für seinen Nächsten Willen, sondern ausschließlich mit dem einen Hintergedanken, dem der persönlichen Bereicherung, anstrebt. Du neidest ihm seinen Besitz. Doch das wirklich Schlimme ist: du versuchst die Stimme deines Egos nach außen zu posaunen, um andere von der Richtigkeit deiner Meinung zu überzeugen.

Um an dieser Stelle etwas klarzustellen: wenn ich vorher geschrieben habe, dass du dich nicht mit den anderen Biosens vergleichen und messen sollst, heißt das nicht, dass du automatisch den Austausch von Erlebnissen und Erfahrungen vermeiden musst. Ganz im Gegenteil! Wir sind alle gerade mal am Anfang unserer Lehre und brauchen den Austausch. Gerade dadurch lernen wir ja, neue, uns bis dahin völlig unbekannte Reaktionen in uns wahrzunehmen, einzuordnen und anzunehmen. Der Punkt ist, dass wir keine Wertung untereinander vornehmen sollen. Wir müssen die regelmäßige persönliche Aussprache führen, damit wir in der Lage sind, die Stimme unseres Egos zu erkennen und es in seine Schranken zu weisen. Gerade, wenn du am Anfang deiner Erfahrungsbildung stehst, brauchst du die konstruktive Kritik von anderen. Du wirst von Verlockungen und Versprechungen über Dinge, die du jetzt erreichen kannst, ziemlich in Konfusion geführt.

Dein Ego sagt dir vielleicht, dass du besser bist als Andere und bestimmt Ruhm, Erfolg und Geld erlangen wirst! Doch es sagt dir nicht, dass du dich in Geduld, Bescheidenheit und Zurückhaltung üben sollst! Dein Ego wird dir viele gute Gründe nennen, warum es eigentlich gar nicht erforderlich ist, zu regelmäßigen Treffen mit deiner Gruppe, mit Schülern aus verschiedenen Gruppen oder zu Versammlungen unserer Gesellschaft zu gehen: Zu weit, mitten im Urlaub, bringt eh nix, ist ja doch nur BlaBla, ich brauche das nicht, ich mag einige Leute nicht...“ Moment: Was hat Viktor gesagt? Nicht der Mensch oder die Seele ist unsympathisch, sondern die Blockade macht ihn so. Aber nicht nur SEINE Blockade sondern auch DEINE ! Und schon sind wir wieder bei dir!

Wenn du über alles, was du denkst, sagst und fühlst eine abendliche Abfrage durchführst, wirst du die Dinge immer klarer sehen und den Dialog mit deiner Seele, mit deinem Schutzengel und mit Gott erlernen. Dann wirst du auch Antworten bekommen und verstehen. Wenn du bei deiner eigenen Wahrheit bleibst, kannst du dich kaum irren! Was spielt es dann noch für eine Rolle, wer aus welchem Grund welchem Weg folgt? Wenn du doch immer konsequent deinem eigenen Weg folgst und niemandem nacheifern willst, wie willst du dann auf einen falschen Weg gelangen? Aus diesem Grund ist es so wichtig bei sich selber zu beginnen, dort zu suchen und immer dort zu bleiben. Dann wird der göttliche Funke in jedem Einzelnen zur Geltung kommen und die Flamme der individuellen und optimalen Bioenergie bei allen entzünden. Unser Selbstvertrauen wird steigen!

Zum Abschluss noch eine Anmerkung:

Bei dir selbst bleiben heißt eben, sich selbst konsequent immer wieder zu prüfen. Denk immer daran: wenn du schließlich selbst, und nicht dein Ego, wirklich mit dir zufrieden bist, dann gefällst du auch Gott! Ich wünsche dir allezeit einen ebenen Pfad auf deinem Weg zu dir! Und ich schließe mich, als Mensch, der all die vorherigen Worte nicht nur auf Papier sondern auch sich selbst hinter die Ohren geschrieben hat, sehr gerne mit an!

Übrigens:

Betrachtet unter diesem Aspekt einmal die Worte „Selbstvertrauen“ und „Eigensinn“!

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