Lebensweg von Viktor Philippi
Zu dem Namen „Biomeditation“ und zur
Meditation im Allgemeinen führte mich mein
eigener Leidensweg. Ich hatte einen angeborenen
Herzfehler. Meine Ärzte prophezeiten mir
eine Lebenserwartung von 18 Jahren. Seit früher
Kindheit litt ich unter mehreren schweren
Krankheiten. Darunter waren starkes Rheuma
und eine angeborene Skoliose. Durch die
Entzündungen schwollen meine Gelenke stark
an und verursachten fürchterliche Schmerzen.
Wirksame, schmerzlindernde Medikamente standen
damals nicht zur Verfügung. So lernte
ich bereits sehr früh, im Alter von
8 Jahren, was Schmerzen bedeuten
und wie sich Hilflosigkeit anfühlt.
Was mir als Trost blieb, waren
Tränen – aus Hilflosigkeit, Unverständnis
und wegen der Schmerzen.
Diese Zeit hat mich entscheidend
geprägt. Wenn man als Kind schwer krank
ist, wird man – ob man will oder nicht – sehr
schnell erwachsen. Man sieht das Leben mit
anderen Augen. Man fängt an zu begreifen, wie
kostbar dieses Leben ist. Gleichzeitig ist der
Gedanke an den Tod allgegenwärtig. Allein diese
Tatsache führt dazu, dass man beginnt, über den
Sinn des Lebens nachzudenken. Ganz allmählich
versteht man viele Dinge, über die sich weniger
Betroffene kaum oder gar keine Gedanken
machen. Diese Veränderung, diese Tiefe im
Denken, habe ich Jahre später ebenfalls bei
schwerkranken Kindern (z. B. mit Krebs) beobachtet.
Mehrmals sagten mir betroffene Eltern, dass ihre
kranken Kinder auf sie wie kleine Erwachsene
wirkten, die schon sehr viel Weisheit in sich
haben. Diese Kinder wurden – genau wie ich
damals – durch ihre schwere Krankheit und den
damit verbundenen Leidensweg geprägt.
In meiner eigenen Kindheit blieb mir zur
Schmerzlinderung nur eine Alternative. Ich musste
lernen, mir selbst zu helfen. Deshalb begann
ich zu experimentieren. Erstaunt stellte ich fest,
dass meine Schmerzen nachließen, sobald sich
meine Muskeln und mein Körper entspannten. Je
tiefer die Entspannung war, umso weniger
Schmerzen hatte ich. Diese Erkenntnis war
mir eine große Hilfe. Unbewusst sammelte
ich auf diese Weise meine
ersten Erfahrungen mit tiefer Entspannung
und damit mit der
Meditation, obwohl ich den Begriff
als Kind gar nicht kannte. Erst
später erfuhr ich, dass man einen
solchen tiefen Entspannungszustand
Meditation (lat.: tiefes, entspanntes Nachdenken)
nennt. Im Alter von elf oder zwölf Jahren
bekam ich dann „zufällig“ Bücher in die Hände,
die mir die Chance gaben, mich bewusster mit
dem Thema Meditation zu beschäftigten.
Obwohl mein Herz nicht wunschgemäß funktionierte,
brach ich mit 22 Jahren alle medizinischen
Maßnahmen ab. Mir war klar geworden, dass
mir die Medizin nicht weiterhelfen konnte. Ich traf
diese Entscheidung intuitiv, ohne lange darüber
nachzudenken. Mein Entschluss stand fest: Ich
wollte zukünftig mit dem leben, was ich hatte
und möglichst solange, wie es mir erlaubt war.
Danach fühlte ich mich irgendwie befreit, wohler
und gesünder. Ich hatte Verantwortung übernommen,
Verantwortung für meine Gesundheit
und mein Leben.
Allmählich ging mein Rheuma zurück. Die
Skoliose verschwand, als ich etwa Mitte zwanzig
war. Was noch blieb, waren die starken Ängste
und Depressionen. Diese hatten sich aufgrund
von Todesängsten entwickelt, die mich seit meiner
Kindheit plagten. Inzwischen sind auch sie
verschwunden. Dass dieses von körperlichen
und seelischen Schmerzen geprägte Kapitel der
Vergangenheit angehört, verdanke ich der
Meditation. Doch mein Dank gilt nicht ihr allein,
sondern auch einer Gabe, die ich seit meiner
Geburt habe. Von Kindheit an spüre ich eine
Kraft durch meine Hände fließen, die ich mir
damals nicht erklären konnte. Auch die
Erwachsenen hatten auf meine Fragen zu diesem
Phänomen keine Antworten. So blieb mir
nichts anderes übrig, als mir selbst Erklärungen
zu überlegen. Wenn ich in der Meditation meine
Hände auf eine schmerzende Stelle legte, ließen
die Schmerzen nach. Das funktionierte bei mir,
meinen Haustieren und später auch bei meinen
Familienmitgliedern. Woher die Kraft kam, wieso
sie auch bei anderen schmerzlindernd wirkte,
das verstand ich damals nicht. Gleichzeitig
freute ich mich jedoch darüber, mir und anderen
so einfach helfen zu können. Dennoch: Ein Heiler
wollte ich niemals werden. Diese Kraft war in mir.
Sie gehörte mir und sie war meine Entdeckung.
Dank ihrer Hilfe konnte ich meinem Körper
helfen. Sie hat mir mein ganzes Leben lang Mut
und Stärke gegeben und mich in scheinbar
ausweglosen Situationen unterstützt, einen Weg
zu finden. Ich nenne diese Kraft Bioenergie.
Mit vierzig Jahren hatte ich ein Erlebnis, das mein
Leben vollkommen veränderte. Aufgrund dessen
begann ich, bewusst mit der Bioenergie zu arbeiten
und sie zum Wohle der Menschen einzusetzen.
Schon ein Jahr nach diesem Wendepunkt entstand
die Biomeditation. Mit ihrer Hilfe werden
die Selbstheilungskräfte (das Nervensystem, das
Immunsystem und der Stoffwechsel) im Körper
aktiviert. Sie ist sehr einfach anwendbar und
dennoch hoch effektiv. Ihre Einsatzmöglichkeiten
sind grenzenlos, weil sie dort ansetzt, wo
die Störung beginnt: bei der energetischen
Blockade. Sie wirkt auf seelischer, geistiger und
körperlicher Ebene und hilft deshalb bei einfachem
Unwohlsein genauso gut wie bei schweren
Krankheiten, Panikattacken oder Depressionen.
Meine Beobachtungen und Forschungen führte
ich immer weiter. Ich wollte mehr über die
Zusammenhänge wissen, die dazu führten, dass
es den Menschen durch meine Arbeit besser ging.
Immer wieder sprachen mich meine Klienten an
und fragten, wo man das lernen kann und wie
das alles funktioniert, warum es ihnen durch
die Biomeditation besser geht und, und, und.
Diese Broschüre finden Sie im Internet
zum Herunterladen:
www.theomedizin.de/downloads.php
So war die Gründung meiner Forschungs- und
Lehrakademie für Bioenergetik und Bioinformatik
im Jahr 1996 ein konsequenter, erster
Schritt auf meinem Weg, um mein angesammeltes
Wissen weitergeben zu können. Zeitgleich
begann ich mit meinem ersten Ausbildungsseminar
„H(h)eiler werden“: Der Ausbildung zum
Biosens.
